Home News Schauspiel Köln: Streitbar 7 – Was für eine Universität?
Schauspiel Köln: Streitbar 7 – Was für eine Universität? PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 25. Februar 2010 um 19:38 Uhr
In der Reihe "Streitbar" wird am 01. März um 20.00 in der Schlosserei (Krebsgasse, hinter Oper und Schauspielhaus) eine Veranstaltung mit dem Titel Was für eine Universität? – Schlaglichter auf eine ruinierte Institution stattfinden. Eitritt beträgt für Studierende und Schüler 6€. Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Schauspielhauses und in diesem Flyer. Immerhin wird Theodor W. Adorno persönlich angekündigt, es könnte also interessant werden.
 

Kommentare  

 
#25 Claas Timmler 2010-03-19 12:24
Da Herr Honecker als Pressesprecher der Beantwortung meiner letzten Frage bislang schuldig geblieben ist, was ich ihm selbstredend nicht zum Vorwurf machen kann (wie er bekundet, ist er sehr und viel beschäftigt), nutze ich die Gelegenheit und meine Frage zu erweitern:

Lieber Herr Honecker,

wie lautet die aktuelle finanzielle Bilanz bezüglich der Implementierung der reformierten Studiengänge einerseits und des sie kontrollierende n Evaluationsinst rumentariums andererseits?

Einfacher formuliert: Was kosten die bisherigen Umgestaltungsma ßnahmen einschließlich ihrer Gestehungs- und Folgekosten? In welcher Höhe lässt sich der Verschleiß von Ressourcen und Motivation beziffern?

Vielen Dank für die Antwort bereits im Voraus. In Erwartung einer Reaktion Ihrerseits verbleibe,

mit freuudlichem Gruß

Claas Timmler
 
 
#24 Claas Timmler 2010-03-12 20:14
Ein Monat kostet 15 Euro im UNIFIT! Es steht NICHT allen Studierenden kostenlos zur Verfügung. Der Hochschulsport ist dagegen i.d.R. kostenlos!

http://www.neu.unifit-koeln.de/index.php?option=com_content&view=article&id=55&Itemid=66

Damit kostet es etwa soviel, wie private Anbieter auch.
Somit ist das UNIFIT in zweifacher Weise skandalös: Einerseits wird über eine Million Euro verschwendet (Betriebs- und Folgekosten noch nicht inklusive), andereseits verschafft sich das UNIFIT einen Wettbewerbsvort eil gegenüber privaten Fitnessstudios und wirbt ihnen Mitglieder ab, was letztlich einen volkswirtschaft lichen Schaden darstellt. Zudem wird der Betrieb eines eigenen Studios teurer sein, als bei jedem vergleichbaren kommerziellem Studio.

http://www.asta.uni-koeln.de/index.php/aktionen/aktion-unifit


Herr Honecker, warum verschleudert die Uni ihre angeblich knappen Gelder in Prestigeprojekt e, die in überhaupt keiner Weise der Lehre oder Forschung dienlich sind?
 
 
#23 Claas Timmler 2010-03-11 12:48
Lieber Herr Honecker,

1)Ihre Antwort zur ersten Frage nehme ich mit einem Augenzwinkern zur Kenntnis, da sie mitnichten sachlich ist. Ich hatte nicht nach einer Stadt am Rhein gefragt. Ich erkenne an, dass die Beantwortung Ihnen schwer fällt, hätte aber doch auf etwas mehr Bemühungen Ihrerseits gehofft.

2)Hier sind wir garnicht so weit voneinander entfernt. Wenn auch noch einiges zu ergänzen wäre, z.B. der unbiegsame Wille zur Wahrheit, die Universität (universitas magistrorum et scholarium)= Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden, Soziale und kulturelle Verantwortung etc.

3)Hier muss ich Sie darauf hinweisen meine Frage nicht genau gelesen zu haben. Es ging NICHT um eine demokratische Legitimation, es ging darum anhand der Sache, im Rahmen eines vernünftigen Menschenverstan d zu begründen:

Brauchen wir an der Uni Köln ein eigenes Fitnessstudio, wo die gegenwärtige finanzielle Situation unsicher ist, die Gelder knapp?

Dazu möchte ich Sie an eines Ihrer Zitate erinnern:

"Denn gegenüber der Öffentlichkeit und den Steuerzahlern ist ein Umstand nicht legitimierbar: wenn es in den Bereichen der öffentlichen Hochschulen, die nicht unmittelbar Forschung und Lehre betreffen, mehr öffentliches Geld ausgegeben wird zur Erbringung derselben Leistungen, die an anderer Stelle weniger Kosten verursachen."
Pasternak, P. (2008)

Bei einer großen privaten Studiokette, die mehrmals in Köln vertreten ist, kostet ein Monat Trainig 16,90. Wieviel kostet ein Monat im Unifit? Wird im Unifitnessstudi o wohl mehr öffentliches Geld ausgegeben für eine ähnliche Leistung?

Wäre das Geld in Massen vorhanden, könnten wir auch gerne eine große Spa-Landschaft mit Außenwhirlpool anschaffen (zur Förderung der körperlichen Wellness usw.), das würde auch viele Studenten beklatschen. Die Investition in ein Fitnessstudio ist momentan jedoch nicht schlichtweg unvernünftig und verschwenderisc h.
 
 
#22 Patrick Honecker 2010-03-11 12:02
Lieber Herr Timmler,

Dank für die guten Fragen.
zu

1) Köln ist eine Universität, es gibt allerdings noch weitere.

2)Das ist eine nicht einfach zu beantwortetende Frage, mit Sicherheit Forschung und Lehre, der Daseinsvorsorge , den Steuerzahlerinn en und Steurzahlern...

3)Erlauben Sie mir hier eine Gegenfrage. Wenn Ihnen persönlich nicht gefällt, dass der Staat für z.B. Grundlagenforsc hung Geld ausgibt, von wem verlangen Sie dann eine Legitimation dieser Investitionen? Gibt es nicht viele Menschen in Deutschland, die staatliche Investitionen lieber im Straßenbau als in Forschung und Bildung sähen? Und wenn nun ein Senat der Erneuerung einer Sportstätte zustimmt und sich in kürzester Zeit weit über 1000 Studierende begeistert auf dieses Angebot stürzen, wo sehen Sie hier eine Lücke in der demokratischen Legitimationske tte?
Die Baukosten betragen rund 1,1 Millionen, insgesamt wird die Universität in den nächsten Jahren mehrere 100 Millionen Euro in den Baubereich investieren.

VG Honecker
 
 
#21 Claas Timmler 2010-03-10 11:53
Die Rhetorischen Mittel des Herrn Honecker bestechen durch ihre schlichte Simplizität und ihre konsequente Penetranz. Anstatt zu Antworten, wird ein Themenswechsel eingeschlagen. Daher nehme ich mir die Dreistigkeit heraus und wirke moderierend:

Drei Fragen an Herrn Honecker:

1) Was ist Ihrem Verständnis nach eine Universität?

2) Wem oder was ist diese Universität verpflichtet?

3) Wie legitimieren Sie (nicht im Sinne einer demokratischen Mehrheitsentsch eidung, sondern anhand der Logik der Sache und menschlicher Vernunft), dass in Anbetracht des - nach Aussage des Rektors - knappen finanziellen Budgets der Universität zu Köln, ein eigenes Uni-Sportstudio gebaut wird, das öffentlich (d.h. durch die Steuerzahler) finanziert ist? Wieviel kostet dieses Projekt?
 
 
#20 Patrick Honecker 2010-03-10 11:23
Schrieb ich Stellungsnahme, pfui, es heißt natürlich Stellungnahme.
Ich arbeite zuviel ;-)
Honecker
 
 
#19 Patrick Honecker 2010-03-10 11:19
Ganz interessant, was das CHE vor der Bologna-Konferenz schreibt.

Hier der Link zu: Bologna-Konferenz in Budapest und Wien als Chance zur Hochschulreform nutzen.

Der Hinweis soll explizit nicht als Stellungsnahme von Seiten der Hochschule verstanden werden...

http://www.che-consult.de/cms/?getObject=371&getNewsID=1091&getCB=398&getLang=de

VG Honecker
 
 
#18 Sebastian 2010-03-09 21:27
Hallo Katharina,

noch bedenklicher als die fehlende Quellenangabe finde ich die Art und Weise, wie Herr Honecker Claas die Frage nach der Öffentlichkeit gestellt hat. Frage + zwei wählbare Antworten, welche aber beide im Sinne der Meinung des Fragestellers sind. Zumal Claas im gleichen Satz, in dem das Wort Öffentlichkeit fiel, von "Außenstehenden" gesprochen hat. Also kann ja gar keine der beiden Antwortmöglichk eiten für Claas zufriedenstelle nd sein. Oder ich verstehe hier was falsch...

Mit diesem Prinzip wurden schon öfters Mehrheitsmeinun gen gefälscht. Ob an der Uni Köln auch auf diese Weise Umfragen stattfinden, weiß ich nicht. Ich will daher auch nicht darüber urteilen. Das ist nur ein Gedanke eines Außenstehenden... Aber interessiert an der Umfrage bin ich u.a. auch aus diesem Grund.

Schöne Grüße
 
 
#17 Katharina 2010-03-09 16:03
Lieber Herr Honecker,

Copy & Paste? Ohne Quellenangabe? Ist das Ihr Ernst? Oh wei.

Will sich nicht weiter einmischen und verbleibt mit Gruß:
Katharina
 
 
#16 Sebastian Trampnau 2010-03-08 19:41
Sehr geehrter Herr Honecker,

an der Umfrage (zu Punkt a) bin ich sehr interessiert. Können Sie mir bitte weitere Informationen dazu geben?

Denn ich wundere mich auch, worauf Sie sich stützen, wenn Sie das Projekt Unifit so sehr ins positive Licht stellen. Von dem etablierten Kölner Hochschulsport und seinen Trägern wird das Projekt nämlich sehr kritisch gesehen (nicht nur vom Uni-AStA, der übrigens eine gesetzlich legitimierte Interessensvert retung der Studierenden ist).

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Trampnau, AStA-Vorsitzender der FH Köln
 
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